BlogWissenschaft und Gesundheit

[US] Studie – Aromenverbote fördern das Rauchen

Veröffentlicht

Im Kampf gegen die E-Zigarette sind den Tabakkontrollidiologen (ANTZ) jedes Mittel recht. Im Jahre 2018 hat die Stadt San Francisco entschieden Aromen für E-Liquids zu verbieten, begründet wurde es mit dem Standardargument die “Kiiinder ™” würden dadurch zum Rauchen verführt werden, was bis heute in keiner einzigen Studie belegt werden konnte.

Schon damals waren die Warnungen groß, dass ein Aromenverbot kontraproduktiv für die Tabakschadensminimierung sei und zu mehr Rauchern führen könnte 1. Diese Warnungen wurden geflissentlich ignoriert und so wurden aromatisierte Tabakprodukte wie auch aromatisierte Liquids für E-Dampfprodukte verboten.

Nun hat eine Studie, “A Difference-in-Differences Analysis of Youth Smoking and a Ban on Sales of Flavored Tobacco Products in San Francisco, California2 untersucht wie sich das Aromenverbot für E-Zigaretten in San Francisco ausgewirkt hat.

In dieser Studie mit über 100.000 Jugendlichen aus der Stadt San Francisco und Umgebung stellt sich heraus, dass sich die Raucherquote unter Jugendlichen in der Stadt San Francisco seit dem Aromenverbot von 2017-2019 fast verdoppelt hat (6,2%) , nachdem sie zuvor massiv gefallen war auf 4,2 %. Im Gegensatz dazu in anderen Distrikten, welche kein Aromenverbot eingeführt haben, ist die Raucherquote unter Jugendlichen weiter gefallen auf ca. 2,8%.

Quelle: Abbildung 1 in der Studie

Der Autor Dr. Friedman gibt hier zu bedenken, dass die Einschränkungen des Zugangs zu aromatisierten elektronischen Nikotinabgabesysteme für Jugendliche, welche damit das Rauchen reduzieren bzw. aufgeben, nicht wirklich motivierend ist.

Angesichts des drohenden Aromenverbote in den Niederlanden 3, 4 und Dänemark 5, wie auch schon aufkeimende Diskussionen dazu in Deutschland, sollten die Politiker sich der Tragweite eines solchen Verbotes bewusst sein: statt weniger Raucher wird ein Aromenverbot mehr Raucher generieren, zudem werden weniger Raucher einen Rauchstopp erlangen.

Dazu Dr. Abigail S. Friedman aus der Studie:

Angesichts der relativen Gesundheitskosten des Rauchens im Vergleich zum Verdampfen von Nikotin können sich Aromenverbote, die das Rauchen fördern, als schädlich erweisen.

 

Weiterführende Informationen

Quellen

  1. https://www.washingtonexaminer.com/opinion/san-francisco-flavored-vapes-and-the-next-prohibition-disaster
  2. https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/fullarticle/2780248
  3. https://ch-lippmann.de/blog/dampffreiheit/2020/06/nl-niederlande-aromenverbot-geplant/
  4. https://filtermag.org/vape-flavor-ban-netherlands/
  5. https://ig-ed.org/2020/07/eu-daenisches-aromenverbot-kommentiert/

Ein Gedanke zu „[US] Studie – Aromenverbote fördern das Rauchen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.