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[US] SRNT – Fokus auf Jugendliche behindert Rauchstopp bei Erwachsenen

Endlich bekommt die WHO und ihre Finanzierer, wie Bloomberg, kontra von wissenschaftlicher Seite in Bezug auf die E-Dampfe.

15 ehemalige Präsidenten der Society for Research on Nicotine and Tobacco (SRNT) haben gemeinsam einen Artikel verfasst, “Balancing Consideration of the Risks and Benefits of E-Cigarettes – Abwägen der Risiken und Vorteile von E-Zigaretten1, in welchem sie an die Gesetzgeber, Medien und Gesundheitsorganisationen appellieren, die Vorteile der E-Zigarette für Raucher sorgfältiger gegenüber mögliche Risiken abzuwägen.

In einem Beitrag der Uni Michigan, “Current focus on preventing youth vaping could hinder adults’ efforts to stop smoking – Der derzeitige Fokus auf der Verhinderung des Dampfens bei Jugendlichen könnte die Bemühungen von Erwachsenen, mit dem Rauchen aufzuhören, behindern2, erläutert Prof. Kenneth Warner, ehemaliger Dekan der Uni Michigan die Beweggründe für den oben genannten Artikel.

In meinen 45 Jahren auf dem Gebiet der Tabakkontrollforschung habe ich noch nie ein so spaltendes Thema gesehen wie dieses; und vielleicht keines, welches für die öffentliche Gesundheit so wichtig ist.

Mit dieser Arbeit versuchen die Wissenschaftler ein Gleichgewicht beim Thema E-Dampfen und Regulierung herzustellen. Aus ihrer Sicht stellt der Wunsch der Gesetzgeber, Gesundheitsorganisationen und Medien, Kinder und Jugendliche von der E-Zigarette fernzuhalten einen Fehler dar, welcher der öffentlichen Gesundheit schaden kann. Nämlich dann, wenn Richtlinien nur auf den Schutz von Kindern und Jugendlichen ausgerichtet sind aber erwachsene Raucher von dem Umstieg von der definitiv schädlichen Tabakzigarette auf die weit weniger schädliche E-Dampfe abhalten.

Die Übertreibungen möglicher Risiken beim Dampfen haben in der öffentlichen Wahrnehmung dafür gesorgt, dass der irrige Glaube entstanden ist, Dampfen sei genauso gefährlicher wie Rauchen, wenn nicht sogar gefährlicher.
Des Weiteren hat das renommierte Cochrane Institut belegt, dass Dampfen mit großer Wahrscheinlichkeit effektiver bei der Rauchentwöhnung ist wie herkömmliche Nikotinersatztherapien. Prof. Warner sagt, dass dennoch der Öffentlichkeit nicht bewusst ist, dass das Dampfen bei der Raucherentwöhnung helfen kann.

Die Autoren des SRNT Artikels fordern eine Neuausrichtung der gesellschaftlichen Betrachtung des Dampfens, insbesondere im Hinblick auf das Potential der Raucherentwöhnung, da hier die Vorteile für erwachsene Raucher beträchtlich sind.
Grundsätzlich zeigt sich, dass seit der Markteinführung der E-Dampfe die Zahl jugendlicher Raucher drastisch abgenommen hat. Somit habe die Vorstellung, dass Dampfen führe zum Rauchen, sich nicht bewahrheitet.

Der Appell an die Politik lautet:

  • Einschränkungen von Aromen für E-Dampfprodukte sind kontraproduktiv, da erwachsene Raucher die Vielfalt für den Umstieg vom Rauchen auf das weniger schädliche Dampfen benötigen
  • Eine steuerliche Angleichung von E-Dampfprodukten zu Tabakzigaretten ist ebenfalls zu vermeiden, da dadurch keinen Anreiz für einen Umstieg vom Rauchen auf das Dampfen besteht

Diese Ausarbeitung sollte jeder politischer Entscheider gelesen haben, auch in Deutschland und gerade wegen dem versemmelten TabStMoG, damit sie verstehen, welchen Schaden sie damit anrichten.

Weiterführende Informationen

Quellen

  1. https://doi.org/10.2105/AJPH.2021.306416
  2. https://news.umich.edu/current-focus-on-preventing-youth-vaping-could-hinder-adults-efforts-to-stop-smoking/

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